Zum Matchwinner der Lions beim fünften Sieg in Serie gegen Kloten avancierte wie bereits im ersten Saisonduell (4:3) Roman Wick, der im Sommer nicht ganz freiwillig von Kloten zum ZSC gewechselt war. Der Nationalstürmer verwandelte im Shootout zwei von drei Penaltys - die Entscheidung fiel erst mit dem 22. Penalty. Nach sechs Versuchen hatten die Klotener noch 2:0 geführt, ehe Wick und Jeff Tambellini für die Verlängerung des Penaltyschiessens sorgten.
Wick hatte in der 23. Minute bereits für das 2:1 verantwortlich gezeichnet. Seine ehemaligen Teamkollegen liessen ihm im Powerplay zu viel Platz, was dieser mit einem platzierten Handgelenkschuss bestrafte. Es war für Wick der erste Treffer nach neun torlosen Partien - letztmals hatte er am 15. September gegen ... Kloten getroffen, damals gleich doppelt. Damit hat er drei seiner vier Tore in dieser Spielzeit gegen die Flyers erzielt.
Die Klotener glichen im letzten Drittel zweimal aus. Das 3:3 schoss Simon Bodenmanmann 63 Sekunden vor dem Ende - eine Minute zuvor hatte Micki DuPont nur den Pfosten getroffen. Das 2:2 war in der 45. Minute Tommi Santala gelungen. Der Finne, der die ersten vier Spiele wegen eines Knorpelschadens im Knie verpasste hatte, beendete damit seine Torflaute in dieser Saison. Danach hatten die Gäste mehr vom Spiel, doch der Amerikaner Ryan Shannon, der zuvor drei Spiele wegen Adduktorenproblemen hatte aussetzen müssen, brachte die Gäste in der 55. Minute zum zweiten Mal in Führung.
Aufgrund des späten Ausgleichs war es für Kloten ein gewonnener Punkt. Allerdings müssen sie sich die Gäste an der eigenen Nase nehmen, dass nicht noch ein zweiter hinzukam. In der Verlängerung konnten die Flyers nicht weniger als 3:04 Minuten in Überzahl spielen. Es lief aber im Poweplay einmal mehr nicht viel zusammen - die Zürcher Unterländer haben in dieser Saison erst drei Tore mit einem Mann mehr erzielt. Damit verpassten es die Klotener, ihren Trainer Tomas Tamfal zum 46. Geburtstag mit einem Sieg zu beschenken.
Immerhin kam Raffaele Sannitz zu seinem ersten Tor im Dress der Flyers; der in Lugano nicht mehr erwünschte Stürmer erzwischte den ansonsten starken ZSC-Goalie Lukas Flüeler in der 9. Minute aus spitzem Winkel aus. Gut eine Minute später glich Reto Schäppi für die Lions aus.

