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Allgemein | 13.10.2012
Verrückte Hockey-Runde am Wochenende
In der Eishockey-Meisterschaft ging es am Samstag verrückt zu und her. Der HC Ambri-Piotta besiegte nach zehn Niederlagen hintereinander den HC Davos mit 4:2. Und Leader Genève-Servette bezog in Kloten die zweite Saison-Niederlage (1:4).

Packend verliefen aber auch in den übrigen Partien. Der SC Bern gewann gegen Langnau nach einem 1:3-Rückstand mit 4:3 nach Penaltyschiessen. Der EV Zug führte im Heimspiel gegen Rapperswil-Jona mit 3:1, 4:2 und bis zur 51. Minute noch 5:3, verlor aber mit 5:6 nach Penaltyschiessen. Michel Riesen hatte für die Lakers 35 Sekunden vor Schluss zum 5:5 ausgeglichen, als Rapperswil-Jona ohne Goalie und mit sechs Feldspielern anrannte. Noch extremer rettete sich Lugano in Freiburg in die Verlängerung. Gottéron führte bis 113 Sekunden vor Schluss mit 4:2, kassierte dann aber gegen sechs Luganeser Feldspieler noch Gegentore von Patrice Bergeron (4:3) und Ilkka Heikkinen (4:4). In der Overtime setzte sich aber durch ein Goal von Romain Loeffel zehn Sekunden vor Schluss doch noch Fribourg durch.

Bei Klotens 4:1-Erfolg über Genf-Servette setzte Torhüter Ronnie Rüeger mit 36 Paraden ein Glanzlicht. Rüeger stand bislang in dieser Saison klar im Schatten des jungen Newcomer Lukas Meili, dem statistisch stärksten Goalie der NL A. Von Servettes Ausrutscher vermochte die Konkurrenz aber nicht gross zu profitieren. Der Vorsprung der Genfer auf die ersten Verfolger (Fribourg, Rapperswil-Jona und Lugano) beträgt weiterhin komfortable neun Punkte.

Unter dem Strich verbleiben weiterhin mit dem EV Zug (9.) und dem HC Davos (10.) zwei Meisterschaftsfavoriten. Der Rückstand auf Platz 8 (Kloten) beträgt bereits vier (Zug) und sechs Punkte (Davos), wobei Kloten auch noch weniger Spiele ausgetragen hat. Der HC Davos ist erstmals seit neun Jahren Mitte Oktober noch unter dem Strich klassiert.

Lions siegen dank Doppelschlag

Die ZSC Lions sind nach zwei Niederlagen am Sonntag zum Siegen zurückgekehrt. Der Schweizer Meister bezwang Biel zu Hause 4:1.

Die Lions sorgten mit einem Doppelschlag Mitte des zweiten Drittels für die Vorentscheidung. Zunächst traf der eben von der Strafbank zurückgekehrte ZSC-Topskorer Mathias Seger (31.) zum 3:1 - nach einer 2-0-Situation! 26 Sekunden später erhöhte Jeff Tambellini nach einem Abpraller auf drei Tore. Danach war der Widerstand der Gäste gebrochen, liessen die Lions nichts mehr anbrennen.

Davor hatte sich das Team von Trainer Marc Crawford schwer getan. Zwar stand der ZSC hinten gut und gewährte den Bielern kaum Torchancen - das 1:1 (7.) für die Gäste erzielte Eric Beaudoin im Powerplay. Doch phasenweise wurde er richtiggehend eingeschnürt. Vor allem gegen die Linie mit dem Seeländer Topskorer Jacob Micflikier und der Lockout-Verstärkung Tyler Seguin bekundete das Heimteam einige Probleme. Und in der Offensive setzten die Lions nur wenige Glanzlichter. Eines davon war das 1:0 in der 4. Minute. Roman Wick düpierte mit einem genialen Pass von hinter der Torlinie die gesamte Bieler Verteidigung, worauf Luca Cunti den Puck aus kurzer Distanz nur noch einschieben konnte. Das 2:1 fiel 21 Sekunden vor der ersten Pause, nachdem Thibaut Monnet solo auf Reto Berra losgezogen war.

Die Lions spielten zu Ehren von Radio-Legende Walter Scheibli, der seinen 80. Geburtstag feierte, in Retro-Shirts aus der Saison 1982/83. Trotz des Sieges hat der ZSC noch viel Luft nach oben - vor allem das Powerplay war ein Schwachpunkt.