Qualifikationssieger Bern deklassierte in der 3. Runde der Playout-Viertelfinals (best of 7) Lugano 7:0 und benötigt noch einen Sieg zum Einzug in die Halbfinals.Einen bemerkenswerten Sieg realisierte Fribourg. Der Aussenseiter - ohne den gesperrten Shawn Heins und den verletzten Serge Aubin angetreten - gewann durch ein Tor von Sandy Jeannin in der 4. Minute der Verlängerung auswärts gegen Genève-Servette 4:3 und liegt in der Serie nach drei Partien 2:1 in Führung.
Titelverteidiger Davos reagierte gegen die Kloten Flyers auf die 4:7-Niederlage mit einem starken ersten Drittel (3:1). Schliesslich zitterte sich der Meister zu einem 3:2-Sieg und liegt in der Serie ebenso mit 2:1 in Führung wie der EV Zug. Die Innerschweizer siegten gegen die ZSC Lions 6:3. Die Entscheidung führten die Zuger erst in den letzten beiden Minuten durch Treffer von Dale McTavish und Rafael Diaz herbei.
Der SCB dominierte Lugano von A bis Z und feierte den höchsten Sieg gegen Lugano seit Einführung der Playoffs. Marco Bührer feierte als erster Goalie in diesen Playoffs einen Shutout, den insgesamt 64. seiner Karriere.
Aussenseiter mit Auswärtssiegen
Ambri-Piotta und die SCL Tigers legten in den Playout-Halbfinals (best of 7) der NL A überraschend vor und gingen jeweils in der Serie mit 2:1 in Führung. Die Tessiner setzten sich in Biel 5:2 durch und die SCL Tigers bezwangen Rapperswil 3:2 nach Verlängerung.
Ambri-Piotta begann in Biel nach dem 4:1-Heimsieg vom Donnerstag mit viel Selbstvertrauen und führte nach dem Startdrittel bereits vorentscheidend mit 3:0. Der Amerikaner Erik Westrum mit zwei Toren sowie der Tscheche Zdenek Kutlak trafen für die Leventiner. Kutlak profitierte beim 2:0 allerdings von einem Fehler von Biel-Goalie Reto Berra. Und das 3:0 von Westrum war ein Eigentor von Richard Jackman. Der Biel-Kanadier machte seinen Fehler wieder gut, als er nur 25 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels auf 2:3 vekürzte. Claudio Neff und Alain Demuth machten mit Kontertoren im Schlussdrittel für Ambri aber noch alles klar. Den Sieg verdankten die Gäste allerdings in erster Linie ihrem Goalie Thomas Bäumle.
Auch Langnau stahl den Sieg nicht. Den Siegtreffer erzielte Doppeltorschütze Brendan Brooks nach nur 41 Sekunden der Verlängerung. Die Schiedsrichter gaben den Treffer erst nach der Video-Konsultation; Brooks bugsierte den Puck mit dem Schlittschuh über die Linie (allerdings ohne Kickbewegung). Lange Zeit hatten die Emmentaler kein Kapital aus ihren Chancen geschlagen; so gingen die Rapperswiler durch Niki Siren und Christian Berglund mit etwas Glück zweimal in Führung. Eric Blum und Alexandre Daigle glich für die Langnauer jeweils wieder aus.


