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ZSC Lions und HC Genève-Servette unter Druck
Die Playoffs sind lanciert. Drei der vier Meisterfavoriten liegen nach zwei Viertelfinals noch nicht in Führung, der ZSC Lions, der Champions-League-Sieger, liegt in der Serie gegen Fribourg sogar mit zwei Niederlagen zurück.

So wie der SC Bern vor einem Jahr beissen sich auch die ZSC Lions an der Gottéron-Abwehr und an Goalie Sébastien Caron die Zähne aus. Fribourg gewann Spiel 2 mit 3:0; den Lions gelang in den ersten 120 Spielminuten erst ein Tor.

Auch Bern spaziert gegen Zug nicht in die Halbfinals. Die Berner kassierten in Zug mit 2:3 die erste Niederlage in dieser Saison gegen den EVZ. Vor einem Jahr hatte das Berner Playoffelend mit einer knappen Overtime-Niederlage im zweiten Spiel in Freiburg begonnen. Diesmal wies ein dilettantisches Powerplay und daraus ein Gegentor in Überzahl fünf Minuten vor Schluss dem SC Bern den Weg in die Niederlage. Corsin Camichel erzielte den Shorthander zum 3:2.

Der HC Davos korrigierte die Heimniederlage gegen Lugano vom Donnerstag mit einem 3:2-Auswärtssieg in der Resega. Wieder fiel die Entscheidung erst in der Overtime; diesmal gelang Michel Riesen nach 62:45 Minuten das Siegtor.

Den souveränsten Eindruck hinterliessen in den Playoffs bislang die Kloten Flyers. Mit zwei starken Leistungen kamen die Zürcher gegen Vorjahresfinalist Servette zu zwei Siegen. Am Samstag lag Kloten in Genf schon nach 15 Minuten 4:0 in Führung.

Biel und Ambri gleichen Serien aus

In den Abstiegs-Playoffs können die SCL Tigers nach dem knappen Verpassen des 8. Platzes nicht durchmarschieren. Die Langnauer verloren das zweite Spiel gegen Aufsteiger Biel 1:4. Auch die Serie zwischen Rapperswil und Ambri steht unentschieden.

Der EHC Biel ging mit den Emotionen besser um als Langnau. Zur grossen Figur bei den Seeländern avancierte Topskorer Thomas Nüssli. Nüssli gelangen zwei Tore: zuerst das 2:0 (17.), später (nur 102 Sekunden nach Langnaus Anschlusstreffer) das wegweisende 3:1. Die beiden Teams sammelten 173 Strafminuten, Langnau 101. Todd Elik kassierte seit der Rückkehr in die Schweiz seine erste Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Ambri-Piotta setzte sich gegen Rapperswil-Jona verdientermassen im Penaltyschiessen durch. Paolo Duca, Nick Naumenko und Eric Westrum verwandelten die ersten drei Penaltys, was zum Sieg reichte. In der regulären Spielzeit waren die Lakers durch Sébastien Reuille spät in Führung gegangen (52.), hatten aber durch Duca in der drittletzten Minute noch den Ausgleich kassiert.